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Vegetarier und vegetarische Ernährung

vegetarische Ernährung

Eine vegetarische Ernährung ist nicht so neu, wie vielleicht viele glauben. Bereits die alten Griechen praktizierten sie.

Heutzutage existieren viele Formen der vegetarischen Ernährung. Allen gemeinsam ist jedoch, dass neben rein pflanzlicher Nahrung nur solche Lebenmittel infrage kommen, die vom lebenden Tier kommen. Wobei sich diese Ernährungsphilosophie nicht nur auf die Küche beschränkt, vielmehr wird sie auch als alternative Lebensweise oder Weltanschauung verstanden. Dabei geht es um gesteigertes Gesundheitsbewusstsein oder um ethische, religiöse Ideale. Der Anteil der Vegetarier liegt in Indien bei etwa 30 bis 40 Prozent, in den westlichen Industrieländern dagen im einstelligen Prozentbereich.

Nun ist Vegetarismus keine Erscheinung der Neuzeit. Bereits im alten Griechenland wurde eine vegetarische Ernährungsweise praktiziert.  Allerdings nur von einem kleinen Teil aus der gebildeten, philosophisch interessierten Oberschicht. Die große Masse der Bevölkerung ernährte sich notgedrungen fleischarm. Sie konnten sich einfach kein Fleisch leisten.

Beweggründe für eine vegetarische Ernährung

Die Motive für eine vegetarische Ernährung unterscheiden sich je nach Person und Kultur:

  • Ethische Aspekte
    Es sollen keine Tiere leiden oder getötet werden. Aus den Menschenrechten wird moralisch ein Tierrecht abgeleitet, Eine naturwissenschaftliche Unschärfe des Artenbegriffs lasse kein Recht zu, einzelne Arten über andere Arten zu verfügen. In den Anfnänge des Vegetarismur (Landreformer aus der Gründerzeit) wurde prinzipiell das Töten von Tieren abgelehnt. Im englischsprachigen Raum wurden moralische Aspekte aus dem Tierschutzrecht bezüglich leidensfähiger Lebewesen ableitet. In erster Linie verweisen heute Vegetarier auf Intelligenz znd Leidensfähigkeit sowie komplexem Sozialverhalten ausgestatteter Arten hin. Eine wesentliche Rolle spielt auch die ausufernde Schlacht- und Massentierhaltung in der Landwirtschaft.
  • Gesundheitliche Gründe
    Viele Vegetarier führen eine gesündere Lebensweise als Argumente für eine solche Ernährungsweise an. Entsprechende Studie scheinen ihnen zunächst recht zu geben. Gesundheitsbewusste Menschen treiben jedoch auch mehr Sport, rauchen nicht und trinken auch weiniger Alkohol. Dies führt zwangsläufig zu einer besseren Gesundheit.
  • Umwelt bedingte Gründe
    Im Gegensatz zu einer vegetarischen Ernährungsweise verbraucht eine fleisch basierende durch extensive Tierhaltung mehr Land, Energie und Wasser. Allerdings ist die Ernährung von Mensch und Tier nicht deckungsgleich. Zum Beispiel bei Wiederkäuern wir den Rindern besteht die Energieaufnahme aus Gras, das der Mensch halt nicht für seine Ernährung verwerten kann.  Und viele Weidenflächen sind für den Anbau von für den Menschen geeignete nicht verwendbar. Ein anderes Argument ist die Methanproduktion, durch eine hohe Tierhaltung zu einem Asteig von klimaschädlichen Treibhausgasen führt.
  • Religiöse und kulturelle Betrachtenweisen
    Auch hierbei gibt es unterschiedliche Strömungen ind Hinduismus und Buddhismus. Allen gemeinsam ist aber der Glaube an eine Seelenwanderung. Töten und verletzen von Tieren ist daher untersagt. Wenn auch der vegetarismus weder im Buddhismus noch im Hinduismus am anfang nicht verboten war, so setzte sich im weiteren Verlauf der Geschichte die fleischlose Ernährung durch. Im Hinduismus vollständig, im Buddhismus nur teilweise. Befolgt wurde dieses Gebot hauptsächlich von den oberen, privilegierteren Schichten, während die unter Klassen das aßen, was sie bekommen konnten.

Gesundheitliche Betrachtungen

Die meisten Studien belegen zwar, dass Vegetarier gegenüber Fleischessern eine etwas höhere Lebenserwartung aufweisen, Dies scheint jedoch weniger an der vegetarischen Lebensweise zu liegen, sondern eher an der Tatsache, dass Vegetarier im allgemeinen weniger rauche, sich mehr bewegen und Sport treiben und weniger Alkohol konsumieren. Bei Fleischessern mit einer ähnlich gesunden Lebensweise sind die Unterschiede nur marginal.

Unterschiede gibt es auch in den im Blutplasma befindlichen ungesättigten Omega 3 Fettsäuren. So hatten Vegetarier zwar mehr Anteile an Linol- und Linolensäure, bei der bei den Fleischessern war jedoch der Anteil der lämgerkettigen Omega 3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) deutlich stärker vorhanden.

Auch der Gehalt an Kratin war sowohl in der Körpermasse als auch im Blutplama bei Vegetariern signifikant geringer als bei den von Fleischessern. Kreatin wird vor allem für die Muskelkontraktion sowie für die Gehirn und Nervenfunktion benötigt. Kratin ist vor allem in Fleisch und Fisch vorhanden, in Milchprodukten, Obst und Gemüse ist davon nur wenig enthalten. Kreatin wird zwar vom menschlichen Körper gebildet, aber auch mit der Nahrung aufgenommen, woraus eine deutlich gesteigerte Leistungsfähigkeit resultiert.

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Vegetarismu

https://de.wikipedia.org/wiki/Pathozentrismus